20.02.2008: SPD im Kreis Coesfeld will neues familienpolitisches Konzept im Kreis

Veröffentlicht am 20.02.2008 in Familie und Jugend

Über neue Wege in der Familienpolitik informierte sich am Samstag der Vorstand des SPD-Unterbezirksvorstands. Zur Gast auf der Klausurtagung der Sozialdemokraten auf dem Kloster Gerleve in Billerbeck war Gerd Trzeszkowski, Fachbereichsleiter der Stadt Dormagen, die als Vorbild für ihr modernes Konzept der Familienarbeit gilt. "Das sogenannte Dormagener Modell hat uns sehr überzeugt", erklärte Unterbezirksvorsitzender André Stinka nach der Tagung, "diese Mischung aus ehrlicher Analyse einer Situation mit den richtigen Antworten darauf ist in der Tat vorbildlich."

Das Konzept der Dormagener, in der Familienpolitik die Armut als das größte Risiko von Kindern zu begreifen und dem ein vielschichtiges und auf Dialog aufbauendes Angebot an Prävention entgegenzusetzen, stieß bei den Genossen der Kreis-SPD auf große Zustimmung. "Dieser diskriminierungsfreie und vor allem nicht nur nachsorgende Ansatz ist genau richtig", urteilte auch der Vorsitzende der Kreistagsfraktion, Dietmar Bergmann, "aber der familienpolitische Blick im Kreis Coesfeld ist leider zum Teil ein ganz anderer." Von großen Teilen der Kommunalpolitik werde Kinderarmut als Realität auch hier vor Ort schlicht geleugnet. "Wenn man wie in manchen Kreisgemeinden als einziges familienpolitisches Mittel Prämien für Neubürger mit Eigenheim verteilt, fördert man damit gezielt ein Klientel, das diese finanzielle Unterstützung am wenigsten benötigt", so Bergmann.

Die SPD im Kreis Coesfeld hat auf ihrer Klausurtagung unter anderem den Auftakt geliefert, ein eigenes familienpolitisches Konzept für den Kreis zu entwickeln. "Der Tag im Kloster war für uns der Startschuss in ein arbeitsreiches Jahr", so ein sichtlich zufriedener André Stinka am Ende der Tagung. Dort stellten sich zudem zwei neue Mitglieder des Teams im Bürgerbüro im Dülmener Haverlandweg vor: Verena Gottschalk-Liese ist seit Februar neue Geschäftsführerin, Jennifer Jäger komplettiert das Unterbezirksbüro als Mitarbeiterin.

 
 

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